Klar, man kann sich einen UHD-Blu-Ray Player für 150 oder 1500 Euro kaufen. Aber wie zuvor unter Ripper beschrieben, macht das keinen Spaß. Ich speichere die Filme auf- und spiele sie dann von Festplatte. Und von Irgendwem müssen die fertig gerippten größtenteils unkomprimierten DVD-, Blu-Ray und UHD Files schließlich vom NAS ja zum Decoder/Receiver geschickt werden. Durch meinen Youtube-Konsum bin ich bestens informiert, was der neueste heiße Scheiß ist. In Betracht kommen hier eigentlich nur drei Marken. Kaleidescape, Zappiti und Zidoo.

Kaleidescape (aus den USA) kenne ich durch den High-End YouTube Lieblings-Kanal „hollywoodzuhause“ von Lars Mette. Ein „Kaleidescape Strato“ (Player ca. 700 Euro zuzüglich Mediavault ca. 3000 Euro) scheidet mangels Unterstützung europäischer Filme für mich schonmal aus. Das alles hatte ich schon in den 90ern bei DVD und davor mit LaserDisc und davor mit… usw. Ich erspare es euch.

Bleiben also entweder „Zappiti“ für schmalere Geldbeutel oder „Zidoo“ für noch schmalere Geldbeutel. Also Zidoo für mich. Soooo viel muss das Ding ja schließlich nicht können. Und zur Not habe ich ja noch einen herkömmlichen Sony UHD-Player. Der Player muss „nur“ 4K-fähig sein und allen gängigen Tonformate abspielen können.

Der Zappiti (kostet etwa genauso viel wie der Kaleidescape) kann auch Filme in deutscher Sprache. Juhu. Das Besondere hieran ist, dass das Ding ein Laufwerk hat, in welches man seine Disc einfach nur einlegen muss. Der Zappiti macht dann den Rest und nach 30-60 Minuten ist die Kopie auf dem Zappiti NAS.

Aber ein NAS hab ich ja schon zu Hause. Kann man das denn nicht auch einfach nutzen? Long story short: Ja, kann man. OMG, wie konnte man früher ohne Google überleben? Diese Suchmaschine war es auch, die mich zum Zidoo brachte. Der Zidoo Z10 Pro kostet weniger als die Hälfte und kann angeblich ebenfalls alle möglichen Formate wie VOD, MKV, MP4, TS und M2TS, usw. abspielen. Das müsste also genau das sein, was ich brauche, nur in günstiger – *ZACK* – Gekauft. Da die UHD Blu-Ray Player sowieso hinter einer Wand unter einem Tisch versteckt sind, können sie da auch weiterhin bleiben.

Zidoo Z10 Pro

 

Okay, das GUI ist schonmal eine relativ gute Kopie des Kaleidescape oder auch des Zappiti. Denn diese drei Softwareprodukte vereint, dass sie mit einem speziellen Cover-Flow daherkommen, bei denen man dann nicht durch eine Liste von Filmnamen blättert, sondern durch die Filmposter/Cover scrollt. Das funktioniert allerdings eher semi-gut, denn das Breaking-Bad-Spin-off „Better Call Saul“ beispielsweise wird mit dem Kinderfilm „Peter Hase“ Filmplakat angezeigt. Nicht nur, dass das Poster nicht stimmt, sondern wenn ein Titel einmal „erkannt“ wurde, bleibt der (falsche) Filmtitel auch, in meinem Fall Peter Hase. Na super. Also Cover-Flow ist ein Reinfall.

Aber immerhin spielt der Zidoo 4K Filme tatsächlich sehr smooth ab, als wäre es nix. Vielleicht etwas zu smooth. Warte, ich checke mal eben den Output. Aaaah, na bitte: 4K/60Hz ist zu viel, denn man möchte ja die für Kinofilme typischen 24Hz haben. Das kann man schnell umschalten. Und man kann dabei sogar 23.976Hz wählen, wenn man es braucht. Cool. Sehr cool. Die bei Zidoo haben wirklich an alles gedacht. Ich bin total begeistert!

Nun zu den Filmen. MKV spielt das Ding ebenso flüssig ab wie MP4. Es ist also mehr eine Glaubensfrage, welches Format man wählen sollte. Beide Formate sind technisch gesehen eh nur Container, in welchem jeweils H.264 oder H.265 je nach Quelle verwendet wird. Auch die Tonspuren sind die selben, egal welches Format man nimmt. Folglich ist es das Beste, wenn der Ripper weder Bild noch Ton irgendwie umwandeln muss. Also nativ 4K mit bestem Dolby oder DTS Ton. Als .m2ts Format. Da kommen dann halt pro Film 25-60 Gigabyte bei raus. Ist aber Wurscht, wenn man auf seinem NAS noch 40TB frei hat.

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